Cover CD

 

Zur vorliegenden Aufnahme:

entstanden aus dem Interesse, Kompositionen der „jüngeren Vergangenheit“ aus ihrem Schattendasein im Konzertbetrieb heraus zu holen, sie näher zu erschließen, Unbekanntes zu entdecken und danach auch neueste Schöpfungen noch besser verstehen und vermitteln zu können.
Diesen vergleichenden Streifzug am Sujet „Präludium“ zu unternehmen, ergab sich auch aus dem so geeignet scheinenden „Miniaturformat“ dieser Gattung. Bei derart kurzer Dauer der Stücke können hier 15 verschiedene Komponisten aus den verschiedensten Ländern (Österreich, Russland, Italien, England, Spanien, Argentinien, Amerika und Deutschland) ihre unterschiedlichen Annäherungen an dieses Genre zeigen.

Die hier versammelten Präludien entstammen alle dem 20sten bzw. 21sten Jahrhundert und wurden in einem Zeitraum von gut 100 Jahren komponiert. Damit geben sie einen Einblick in die stilistische Vielfalt dieser von Stilpluralismus geprägten Zeit. Jeder der hier vorgestellten Komponisten präsentiert sich in der ihm eigenen „Sprache“, lässt dabei seinen Personalstil erkennen. Eine gewisse landestypische Prägung der jeweiligen Musiksprache zeigt sich durch vielfache Bezugnahme der Komponisten auf ihre nationalen und volksmusikalischen Wurzeln. Im Umgang der Komponisten mit der Tradition, in ihrer Hinwendung zu stilistischen Merkmalen vorangegangener Jahrhunderte oder deren Ablehnung und Suche nach einer neuen Klangästhetik, Struktur oder Form lässt sich ihr musikalischer Standort, ihre Haltung bestimmen.

So können die Präludien trotz ihrer Kürze unendlich viel mitteilen und dabei vielleicht auch im übergeordneten Sinne zu einem „Vorspiel“ werden, das dem Hörer Lust macht, sich auch mit weiteren Kompositionen des ein oder anderen hier möglicherweise sogar neu entdeckten Komponisten zu beschäftigen.

 

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